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Digitale Kataloge: Blätterkatalog oder echte Seiten?

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  • Aktualisiert am 17. September 2026
  • Lesezeit 6 Minuten

Viele Betriebe haben einen Katalog oder eine Preisliste als Druckdatei. Der naheliegende Schritt ist ein „Blätterkatalog“: ein Heft, das sich im Browser umblättern lässt. Bequem – aber die Entscheidung hat Folgen, die man erst nach Monaten bemerkt.

Der Unterschied in einem Bild

Blaetterkatalog und HTML-Seiten im Vergleich Links ein nachgebildetes Katalogheft, dessen Text in einem Bild steckt; rechts einzelne HTML-Seiten, deren Text als Text vorliegt und einzeln auffindbar ist. BLAETTERKATALOG Eine Adresse, Text steckt im Bild EINZELNE HTML-SEITEN Eigene Adresse je Produkt, Text lesbar

Beim Blätterkatalog liegt der gesamte Inhalt in Seitenbildern. Es gibt eine einzige Adresse für den kompletten Katalog. Suchmaschinen können den Text in den Bildern nicht zuverlässig lesen, Vorlesesoftware ebenfalls nicht, und niemand kann auf ein einzelnes Produkt verlinken. Bei echten Seiten hat jedes Produkt oder jede Gruppe eine eigene Adresse, der Text ist Text, und die Seite passt sich der Bildschirmbreite an.

Gegenüberstellung

Blätterkatalog und HTML-Seiten im Vergleich
GesichtspunktBlätterkatalogEchte Seiten
Aufwand beim Startgering, Druckdatei genügthöher, Inhalte müssen aufbereitet werden
Auffindbarkeitschlecht – Text steckt im Bildgut – jede Seite einzeln auffindbar
Am Telefonmühsam, viel Zoomenlesbar ohne Zoomen
Verlinkbarkeitnur der ganze Katalogjedes Produkt einzeln
Änderungenneue Druckdatei nötigeinzelne Angabe ändern
Barrierefreiheitmeist unzureichendmachbar
Wirkungvertraut, dem Heft nachempfundennüchtern, dafür schnell

Wann ein Blätterkatalog trotzdem passt

Er ist die richtige Wahl, wenn das Heft ohnehin existiert, die Gestaltung Teil der Aussage ist und niemand erwartet, über die Suche einzelne Artikel zu finden: Jahresberichte, Vereinschroniken, Messehefte, Musterbücher, Speisekarten mit aufwendigem Layout. Auch als Ergänzung zu echten Seiten kann er sinnvoll sein – nach dem Muster „Alles Wichtige steht hier, das ganze Heft gibt es zusätzlich“.

Der Mittelweg, der meist reicht

Für die meisten kleinen Betriebe genügt eine Übersichtsseite mit den zehn bis dreißig wichtigsten Positionen als Text und Tabelle, dazu die vollständige Liste als PDF zum Herunterladen. Damit ist beides abgedeckt: Die Suchmaschine findet die Preise, und wer den kompletten Katalog will, bekommt ihn.

Prüffrage vor der Entscheidung

Soll jemand über eine Suche direkt bei einem einzelnen Artikel landen können? Wenn ja, führt an echten Seiten kein Weg vorbei. Wenn nein, sparen Sie sich die Arbeit.

Wenn es doch ein Blätterkatalog wird

  • Eine Textfassung der wichtigsten Angaben zusätzlich auf einer normalen Seite
  • Prüfen, wo der Katalog liegt – auf eigener Domain oder bei einem Dienstanbieter
  • Bei einem Dienstanbieter: Einwilligung einholen, bevor etwas geladen wird
  • Vorschaubild statt automatischem Laden, damit die Seite schnell bleibt
  • Eine Telefonnummer neben den Katalog stellen – Fragen entstehen beim Blättern
Blatt
09 von 12
Thema
Inhalte
Stand
17. September 2026
Quellen
Praxisvergleich

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