Zum Inhalt springen
Zur Startseite

Start Themen Bilder und Videos auf der Website: Formate, Größen, Rechte

Bilder und Videos auf der Website: Formate, Größen, Rechte

  • Blatt 11 von 12
  • Medien
  • Aktualisiert am 17. September 2026
  • Lesezeit 7 Minuten

Bilder entscheiden mit darüber, ob eine Seite überzeugt – und fast immer darüber, wie schnell sie lädt. Beides hängt an wenigen Handgriffen, die einmal verstanden sein wollen.

Einfaches Lichtzelt aus Papier und Lampen für Produktaufnahmen auf einem Tisch
Brauchbare Produktfotos entstehen mit erstaunlich wenig Aufwand: diffuses Licht, neutraler Hintergrund, Stativ. Foto: lungstruck from Northeast Ohio, USA, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons.

Das Gewicht einer Seite

Woher das Gewicht einer Seite kommtEin unbearbeitetes Handyfoto wiegt ein Vielfaches von HTML, CSS und Schriften zusammen; ein eingebundenes Video faellt ebenfalls stark ins Gewicht.Ein unbearbeitetes Handyfoto4,2 MBDasselbe Foto als WebP, 1600 px180 kBHTML, CSS und Schriften der Seite120 kBEingebundenes Video von einem Portal2,6 MB

Ein unbearbeitetes Foto aus einem aktuellen Telefon bringt schnell vier Megabyte mit. Dasselbe Motiv, auf 1600 Pixel Breite gerechnet und als WebP gespeichert, kommt mit rund einem Zwanzigstel aus – bei einem Unterschied, den auf einer Website niemand sieht. Wer drei solche Bilder ungekürzt auf die Startseite legt, hat eine Seite gebaut, die im Mobilfunknetz Sekunden braucht.

Größen und Formate

Empfohlene Bildgrößen und Formate
EinsatzBreiteFormat
Großes Bild im Kopfbereich1600 bis 2000 pxWebP oder JPEG
Bild im Fließtext1000 bis 1200 pxWebP oder JPEG
Vorschaubild in einer Liste400 bis 600 pxWebP oder JPEG
Logo, Symbole, ZeichnungenbeliebigSVG
Bild mit Transparenznach BedarfPNG oder WebP

SVG ist für Logos und Zeichnungen fast immer die richtige Wahl: Die Datei beschreibt Formen statt Bildpunkte, bleibt in jeder Größe scharf und ist meist winzig. Für Fotos taugt es nicht.

Ein Motiv in mehreren Groessen ausliefern Aus einer grossen Originaldatei entstehen drei Varianten fuer Telefon, Tablet und Bildschirm; der Browser waehlt die passende aus. ORIGINAL 3000 PX nie unveraendert einbinden 480 px · Telefon 960 px · Tablet 1600 px · Bildschirm Browser waehlt selbst SRCSET + SIZES

Moderne Seiten liefern dasselbe Motiv in mehreren Größen aus und überlassen dem Browser die Wahl. Das erledigen die Angaben srcset und sizes im Bild-Element; viele Redaktionssysteme erzeugen die Varianten automatisch. Ergänzen Sie Breite und Höhe im Quelltext, damit beim Laden nichts springt, und laden Sie Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs verzögert.

Alternativtexte

Jedes inhaltlich relevante Bild braucht eine kurze Beschreibung im alt-Attribut – für Vorlesesoftware, für den Fall, dass das Bild nicht lädt, und für Suchmaschinen. Gut ist, was jemand am Telefon vorlesen würde: „Monteur prüft die Brennerdüse einer Gastherme“. Schlecht ist „Bild1“ oder eine Aneinanderreihung von Suchbegriffen. Rein schmückende Bilder bekommen ein leeres Attribut, damit sie übersprungen werden.

Videos

Video selbst zu hosten ist teuer und technisch aufwendig. Die übliche Lösung ist ein Portal – damit wandern allerdings Daten Ihrer Besucher dorthin, sobald die Einbettung geladen wird. Zulässig ist das nur nach vorheriger Einwilligung. Die praktikable Variante: ein Vorschaubild mit Abspielknopf zeigen und das Video erst nach einem Klick laden. Das ist schnell, datensparsam und funktioniert ohne Zustimmungsfenster beim Seitenaufruf.

Kein Ton von selbst

Videos, die sich beim Öffnen der Seite von allein abspielen, vertreiben Besucher zuverlässig – besonders mit Ton. Wenn ein Hintergrundvideo sein muss: kurz, stumm, klein gerechnet und mit einem Standbild für langsame Verbindungen.

Rechte: die zwei Fallen

Bildrechte. Fotos aus einer Bildersuche sind nicht frei. Jedes Bild braucht eine klare Herkunft: selbst fotografiert, gekauft oder unter einer freien Lizenz veröffentlicht. Freie Lizenzen sind selten bedingungslos – die meisten verlangen die Nennung von Urheber, Lizenz und Quelle direkt an der Stelle, an der das Bild steht. Legen Sie eine kleine Liste an, in der Sie für jedes Bild Herkunft und Lizenz notieren. Spätestens bei einer Abmahnung ist sie Gold wert.

Personen im Bild. Werden Mitarbeitende, Kunden oder Gäste erkennbar abgebildet, brauchen Sie deren Einwilligung – schriftlich, freiwillig und jederzeit widerrufbar. Bei Beschäftigten gilt das ausdrücklich auch nach dem Ausscheiden: Wer geht, kann verlangen, dass sein Foto verschwindet. Planen Sie Teamfotos also so, dass sich einzelne Personen ohne Neuaufnahme austauschen lassen.

Blatt
11 von 12
Thema
Medien
Stand
17. September 2026
Quellen
DSGVO, KUG

Dazu passend

Weitere Blätter