Bilder entscheiden mit darüber, ob eine Seite überzeugt – und fast immer darüber, wie schnell sie lädt. Beides hängt an wenigen Handgriffen, die einmal verstanden sein wollen.
Das Gewicht einer Seite
Ein unbearbeitetes Foto aus einem aktuellen Telefon bringt schnell vier Megabyte mit. Dasselbe Motiv, auf 1600 Pixel Breite gerechnet und als WebP gespeichert, kommt mit rund einem Zwanzigstel aus – bei einem Unterschied, den auf einer Website niemand sieht. Wer drei solche Bilder ungekürzt auf die Startseite legt, hat eine Seite gebaut, die im Mobilfunknetz Sekunden braucht.
Größen und Formate
| Einsatz | Breite | Format |
|---|---|---|
| Großes Bild im Kopfbereich | 1600 bis 2000 px | WebP oder JPEG |
| Bild im Fließtext | 1000 bis 1200 px | WebP oder JPEG |
| Vorschaubild in einer Liste | 400 bis 600 px | WebP oder JPEG |
| Logo, Symbole, Zeichnungen | beliebig | SVG |
| Bild mit Transparenz | nach Bedarf | PNG oder WebP |
SVG ist für Logos und Zeichnungen fast immer die richtige Wahl: Die Datei beschreibt Formen statt Bildpunkte, bleibt in jeder Größe scharf und ist meist winzig. Für Fotos taugt es nicht.
Moderne Seiten liefern dasselbe Motiv in mehreren Größen aus und überlassen dem Browser
die Wahl. Das erledigen die Angaben srcset und sizes im
Bild-Element; viele Redaktionssysteme erzeugen die Varianten automatisch. Ergänzen Sie
Breite und Höhe im Quelltext, damit beim Laden nichts springt, und laden Sie Bilder
unterhalb des sichtbaren Bereichs verzögert.
Alternativtexte
Jedes inhaltlich relevante Bild braucht eine kurze Beschreibung im
alt-Attribut – für Vorlesesoftware, für den Fall, dass das Bild nicht lädt,
und für Suchmaschinen. Gut ist, was jemand am Telefon vorlesen würde: „Monteur prüft die
Brennerdüse einer Gastherme“. Schlecht ist „Bild1“ oder eine Aneinanderreihung von
Suchbegriffen. Rein schmückende Bilder bekommen ein leeres Attribut, damit sie
übersprungen werden.
Videos
Video selbst zu hosten ist teuer und technisch aufwendig. Die übliche Lösung ist ein Portal – damit wandern allerdings Daten Ihrer Besucher dorthin, sobald die Einbettung geladen wird. Zulässig ist das nur nach vorheriger Einwilligung. Die praktikable Variante: ein Vorschaubild mit Abspielknopf zeigen und das Video erst nach einem Klick laden. Das ist schnell, datensparsam und funktioniert ohne Zustimmungsfenster beim Seitenaufruf.
Kein Ton von selbst
Videos, die sich beim Öffnen der Seite von allein abspielen, vertreiben Besucher zuverlässig – besonders mit Ton. Wenn ein Hintergrundvideo sein muss: kurz, stumm, klein gerechnet und mit einem Standbild für langsame Verbindungen.
Rechte: die zwei Fallen
Bildrechte. Fotos aus einer Bildersuche sind nicht frei. Jedes Bild braucht eine klare Herkunft: selbst fotografiert, gekauft oder unter einer freien Lizenz veröffentlicht. Freie Lizenzen sind selten bedingungslos – die meisten verlangen die Nennung von Urheber, Lizenz und Quelle direkt an der Stelle, an der das Bild steht. Legen Sie eine kleine Liste an, in der Sie für jedes Bild Herkunft und Lizenz notieren. Spätestens bei einer Abmahnung ist sie Gold wert.
Personen im Bild. Werden Mitarbeitende, Kunden oder Gäste erkennbar abgebildet, brauchen Sie deren Einwilligung – schriftlich, freiwillig und jederzeit widerrufbar. Bei Beschäftigten gilt das ausdrücklich auch nach dem Ausscheiden: Wer geht, kann verlangen, dass sein Foto verschwindet. Planen Sie Teamfotos also so, dass sich einzelne Personen ohne Neuaufnahme austauschen lassen.
- Blatt
- 11 von 12
- Thema
- Medien
- Stand
- 17. September 2026
- Quellen
- DSGVO, KUG