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Der Ablauf eines Website-Projekts in fünf Phasen

  • Blatt 04 von 12
  • Ablauf
  • Aktualisiert am 17. September 2026
  • Lesezeit 7 Minuten

Ein Website-Projekt scheitert selten an der Technik. Es scheitert daran, dass niemand aufgeschrieben hat, wer bis wann was liefert. Diese fünf Phasen sind kein Gesetz, aber sie beschreiben, wie kleine Projekte tatsächlich verlaufen – und wo sie hängen bleiben.

Skizzen und Notizzettel zur Planung einer Website auf einem Tisch
Der Grundriss entsteht auf Papier. Alles, was hier geklärt ist, muss später nicht teuer umgebaut werden. Foto: Nathan Kit Kennedy, CC0, via Wikimedia Commons.

Phase 1: Ziel und Umfang klären

Am Anfang steht kein Entwurf, sondern ein Gespräch. Was soll die Seite bewirken, wer soll sie lesen, was gibt es schon (Logo, Fotos, Texte, alte Seite), was ist das Budget, wann soll es fertig sein? Ergebnis dieser Phase ist eine Seitenliste und eine Liste der Funktionen – beides schriftlich. Ohne dieses Blatt gibt es später keinen Maßstab dafür, was zum Auftrag gehört und was Zusatzarbeit ist.

Dauer: ein bis zwei Wochen. Typische Bremse: im Betrieb ist nicht entschieden, wer entscheidet.

Phase 2: Inhalte sammeln

Diese Phase ist die längste, und fast niemand rechnet damit. Texte müssen geschrieben, Fotos gemacht oder ausgewählt, Preise abgestimmt, Zertifikate herausgesucht werden. In der Praxis hängt die Hälfte aller Projekte genau hier – nicht bei der Programmierung.

Der wirksamste einzelne Tipp

Fangen Sie mit den Inhalten an, bevor das Projekt offiziell beginnt. Ein Ordner mit Texten je Seite, ein Ordner mit Fotos, eine aktuelle Preisliste: Wer das mitbringt, kürzt die Laufzeit oft um Wochen und die Rechnung spürbar.

Phase 3: Entwurf und Abstimmung

Jetzt entsteht das Aussehen – zuerst meist als Grundriss ohne Farben, dann als Entwurf für Startseite und eine Unterseite. Wichtig ist eine feste Zahl an Korrekturrunden, üblich sind zwei. Sammeln Sie Rückmeldungen gesammelt und nicht tröpfchenweise: Zehn kleine Nachrichten kosten mehr Zeit als eine ausführliche.

Typische Bremse: Geschmacksfragen ohne Maßstab. Hilfreich ist, jede Rückmeldung an das Ziel aus Phase 1 zu binden: Hilft die Änderung dabei, dass mehr Leute anrufen?

Phase 4: Umsetzung und Prüfung

Der Entwurf wird gebaut, Inhalte werden eingepflegt, Formulare getestet. Vor dem Start gehört eine Prüfliste abgearbeitet:

  • Alle Seiten auf dem Telefon angesehen, nicht nur am großen Bildschirm
  • Jedes Formular einmal wirklich abgeschickt – kommt die Mail an?
  • Telefonnummern und E-Mail-Adressen angeklickt
  • Impressum und Datenschutzerklärung vollständig und von überall erreichbar
  • Alte Adressen umgeleitet, damit bestehende Verweise nicht ins Leere laufen
  • HTTPS aktiv, keine Warnung im Browser
  • Sicherung eingerichtet und einmal zurückgespielt

Der vorletzte Punkt wird am häufigsten vergessen. Wenn eine bestehende Seite abgelöst wird, sollten alle bisherigen Adressen dauerhaft auf die passende neue Seite umgeleitet werden – sonst verlieren Sie sowohl Besucher als auch die Sichtbarkeit, die über Jahre entstanden ist. Mehr dazu unter Gefunden werden.

Phase 5: Start und Betrieb

Der Start ist ein Termin, kein Abschluss. Danach beginnt der Betrieb: Inhalte aktuell halten, Technik aktualisieren, Sicherungen prüfen, gelegentlich in die Zahlen sehen.

Eine Website ist nie fertig Vier wiederkehrende Aufgaben im Kreis: aktualisieren, sichern, pruefen und ergaenzen. Betrieb jedes Quartal Inhalte aktualisieren Sicherung pruefen Technik aktualisieren Zahlen ansehen

Vereinbaren Sie, wer diese Runde dreht, bevor die Rechnung gestellt wird. Eine Website ohne zuständige Person veraltet zuverlässig innerhalb von zwei Jahren – unabhängig davon, wie gut sie gebaut wurde.

Blatt
04 von 12
Thema
Ablauf
Stand
17. September 2026
Quellen
Projektpraxis

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