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Website-Kosten selbst kalkulieren

  • Blatt 03 von 12
  • Kosten
  • Aktualisiert am 17. September 2026
  • Lesezeit 6 Minuten

Diese Seite ersetzt kein Angebot. Sie hilft dabei, vorher eine eigene Zahl im Kopf zu haben – und damit zu erkennen, ob ein Angebot weit daneben liegt, nach oben wie nach unten. Nehmen Sie ein Blatt Papier und gehen Sie die sechs Schritte durch.

Hand mit Stift, die Notizen auf einem Blatt Papier macht
Die belastbarste Kalkulation entsteht, bevor der erste Anbieter angeschrieben wird – und passt auf ein Blatt. Foto: Unseen Studio, CC0, via Wikimedia Commons.

Schritt 1: Seiten zählen

Schreiben Sie jede Seite auf, die es geben soll: Start, Leistungen (eventuell je eine pro Leistung), Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz, dazu eventuell Anfahrt, Stellenangebote, Bildergalerie. Legalseiten und Kontakt sind schnell gebaut, Leistungsseiten nicht. Halten Sie zwei Zahlen fest: Gesamtseiten und davon Seiten mit richtigem Inhalt.

Schritt 2: Inhalte ehrlich einschätzen

Gehen Sie jede Inhaltsseite durch und ordnen Sie zu: Text ist vorhanden, Text muss überarbeitet werden, Text muss neu geschrieben werden. Dasselbe für Bilder. Rechnen Sie grob mit einer halben bis einer ganzen Arbeitsstunde je Seite, wenn Sie selbst schreiben, und mit einem Vielfachen davon, wenn jemand anders es tut und dazu erst Ihren Betrieb kennenlernen muss.

Schritt 3: Funktionen benennen

Streichen Sie alles, was Sie nicht innerhalb der ersten sechs Monate wirklich nutzen werden. Was übrig bleibt, ordnen Sie in drei Stufen:

Funktionen nach Aufwandsstufen
StufeBeispieleWirkung auf den Preis
EinfachKontaktformular, Karte, Bildergalerie, PDF zum Herunterladenkleiner Aufschlag
MittelTerminanfrage, Stellenportal, Newsletter, mehrere Sprachenspürbar, auch im Betrieb
AufwendigShop, Buchung mit Bezahlung, Kundenbereich mit Logineigenes Projekt, eigene Pflege

Beachten Sie: Ab der Stufe „aufwendig“ handelt es sich in der Regel um ein Angebot an Verbraucher, für das je nach Unternehmensgröße auch die Vorgaben zur Barrierefreiheit greifen – siehe Grundlagen.

Schritt 4: Die Bausumme schätzen

Eine grobe, aber brauchbare Faustformel für eine Umsetzung durch Dritte:

Faustformel

Grundaufbau (400 bis 1.500 Euro) + Inhaltsseiten × 150 bis 400 Euro + Funktionsaufschlag + Inhaltserstellung. Bei einem Betrieb mit sechs Inhaltsseiten, angepasster Vorlage, Kontaktformular und eigenen Texten landen Sie damit meist zwischen 1.500 und 3.500 Euro.

Wenn Sie selbst bauen, ersetzen Sie die Eurobeträge durch Stunden – und rechnen Sie ehrlich: Die erste eigene Website kostet erfahrungsgemäß zwischen 20 und 60 Stunden, inklusive der Abende, an denen nichts klappt.

Schritt 5: Betrieb für drei Jahre dazurechnen

Addieren Sie Domain, Hosting, Wartung und Pflege für 36 Monate. Erst diese Summe ist vergleichbar mit einem Mietangebot. Die Einzelposten finden Sie in der Tabelle unter Was kostet eine Website.

Schritt 6: Puffer und Prüfliste

Schlagen Sie 15 Prozent auf. Nicht, weil jemand schlecht kalkuliert, sondern weil im Laufe des Projekts immer etwas auftaucht: ein Logo, das in kleiner Größe nicht lesbar ist, Fotos, die doch neu gemacht werden müssen, eine Preisliste, die sich ändert.

  • Domain läuft auf meinen Namen
  • Zugangsdaten zu Domain, Hosting und Redaktionssystem liegen bei mir
  • Nutzungsrechte an Texten, Fotos und Entwurf sind schriftlich geregelt
  • Ein Ansprechpartner auf meiner Seite ist benannt
  • Pflege nach dem Start ist geklärt – Vertrag, Stundenpaket oder selbst
  • Es gibt eine Sicherung, und ich weiß, wer sie im Notfall zurückspielt
Blatt
03 von 12
Thema
Kosten
Stand
17. September 2026
Quellen
Eigene Systematik

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